Beiträge zur internationalen Politik
Ich war kein Vertreter des neuen Massentourismus, der mich entlegene Weltgegenden aufsuchen ließ. Ich suchte gezielt Verbindungen, wegen der auswärtigen Kultur- und Sportpolitik unseres Landes, wegen der Sicherheitsstrukturen und wegen der Mitwirkung in den Gremien der Vereinten Nationen. Für Letztere gab es im Deutschen Bundestag sogar einen entsprechenden Unterausschuss und ich wurde dort 2002 Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Gut 25 Jahre hatte ich bereits außen- und sicherheitspolitische Parlamentserfahrungen gesammelt sowie wichtige Reisen in einen Großteil der UNO-Mitgliedsstaaten hinter mir. Nicht selten leitete ich kleinere und größere Delegationen aus dem Deutschen Bundestag und wurde daher vom Fernsehen und der Presse der besuchten Staaten wahrgenommen.
Im Nachfolgenden folgt die alphabetische Bewertung.
Bernreit
Das verschwundene Idyll
ROMAN
ISBN: 978-3-9818018-4-2
Passauer Jahrbuch LXV/2023
Beiträge zur Geschichte, Geographie und Kultur Ostbaierns
Institut für Kulturraumforschung Ostbaierns und der Nachbarregionen der Universität Passau (Hrsg.)
Im Passauer Jahrbuch LXV/2023 ist der Artikel "Die zweite Generation der Grafen von Spanheim-Ortenburg – Vernetzt mit europäischen Königshäusern" von Klaus Rose erschienen. Die geschichtswissenschaftliche Arbeit ist hier (unter dem Titelfoto links) im pdf-Format zum Download erhältlich.
ISSN 1862-3212
Mit dem 3. Band seiner „Beiträge zur CSU-Geschichte“ (nach der Beleuchtung einer Wahlkreisarbeit und eines wiederaufgebauten CSU-Ortsverbandes) gibt Klaus Rose Einblick in den außen- und sicherheitspolitischen, aber auch kulturpolitischen Auftrag der „großen bayerischen Staatspartei“, die mehr als eine Regionalpartei sein wollte. Mit Franz Josef Strauß, dem ersten Vorsitzenden des neuen Bundestagsausschusses zur Begleitung einer „Europäischen Verteidigungsgemeinschaft“, trat die CSU schon ab 1952 in europäische und bald auch transatlantische Fußstapfen. Zahlreiche weitere CSU-Bundestagsabgeordnete lenkten in den folgenden Jahrzehnten in parlamentarischen Gremien den internationalen Weg der Bundesrepublik Deutschland. Dieser führte in wichtige Bündnisse, aber auch in multilaterale Organisationen, die für Frieden und Freiheit standen.
Ein herausragender Wendepunkt ergab sich 1989/90 durch die erhoffte, aber kaum mehr für möglich gehaltene Einheit Deutschlands, zwar ohne ehemalige „Ostgebiete“, dafür aber im gesicherten Rahmen
von Europäischer Gemeinschaft und Nordatlantischem Bündnis. Der ideologische Riss durch die Welt konnte weitgehend gekittet werden. Die 1990er Jahre gaben Hoffnung für eine neue Weltordnung im
demokratischen Geist – und die CSU stand mittendrin. In mehreren Bundestagsausschüssen und in herausgehobenen Funktionen wirkte der Autor in der Zeit vor und nach der großen Ost-West-Wende. Der
Deutsche Bundestag kümmerte sich um die stabile Fortentwicklung des eigenen Landes, aber auch um viele internationale und ferngelegene Aufgaben. Letztere erstanden nicht zuletzt durch die
Leistungen Deutscher in aller Welt. Alle erwarteten die Unterstützung „aus der Heimat“. Die intensive Wahlkreisarbeit, beschrieben in Band I, hielt den Autor nicht davon ab, zur besonderen
deutschen Außenpolitik einen Beitrag zu leisten. Alle fünf Kontinente wurden in der zusammenwachsenden Welt von der CSU und der ihr nahestehenden Hanns-Seidel-Stiftung betreut. Dass drei
Bundesminister und zwei Parlamentarische Staatssekretäre als „Blickfang“ gewählt wurden, hing mit deren politischen Schwerpunkten zusammen. Finanz-, Kultur-, Verteidigungs- und Wirtschaftspolitik
wirkten im internationalen Rahmen.
75 "Enthüllungen", d.h. 75 spannende Artikel zur CSU-Geschichte. Die Publikation aus Anlass des 75jährigen Jubiläums der CSU beleuchtet die Entwicklung der Partei, ihre Politik, ihre Wirkung und ihre Leistungen und sie zeigt ihre Rolle innerhalb der historischen, ökomischen und politischen Entwicklungen Bayerns und Deutschlands seit 1945 auf. Sie dokumentiert, was die Partei in Bayern für die bayerische und deutsche Politik erreicht hat. In 75 "Enthüllungen", mit dem Titel eine legendäre Serie von Wahlkampfmagazinen der 1970er-Jahre aufgreifend, analysieren und bilanzieren mehr als 30 Autorinnen und Autoren ausgewählte Ereignisse, zentrale Wegmarken und wichtige politische Themen der Parteigeschichte. Die Experten aus Wissenschaft, Journalismus und dem politischen Umfeld erhellen und enthüllen in knappen, informativen Schlaglichtern Wirken und Wirkung der CSU und ihrer maßgeblichen Politikerinnen und Politiker. Die Beiträge von Dr. Klaus Rose zum Buch stehen hier zum Download zur Verfügung
Wir Bayern - 125 urbayerische Gedanken
Bayerische Geschichte - Die Geschichte Baierns - ist im Freistaat kein Schulfach. Auch mancher Lehrstuhl für Bayerische Geschichte wurde von der Politik immer wieder hinterfragt. Das Interesse für das Werden Bayerns und für die Hintergründe des heutigen Freistaats Bayern ist aber ungebrochen.
Klaus Rose, Historiker und Parlamentarier, beleuchtet in diesem Buch mit "Urbayerischen Gedanken" geschichtliche und politische Zusammenhänge in Bayern, von der Volkswerdung bis zur Rolle der Bayern im 21. Jahrhundert. Populäre Themen historisch korrekt präsentieren, das ist das Ziel der "Urbayerischen Gedanken". Wir Bayern haben eine große Geschichte.
Historiker wie Passaus Mittelalter-Professor Egon Boshof, Politiker wie Theo Waigel oder Geschichtsbegeisterte jedweden Stands gaben ein erfreuliches Feedback („die historischen Essays mit Vergnügen und Gewinn gelesen“).
Verlag: Donaubote
ISBN: 978-3-9818018-6-6
Ort: Vilshofen
Erscheinungsjahr: 2020
Ein Trailer mit Inhaltsverzeichnis wird hier zum Download angeboten.
Natürlich wiederholen sich Märchen selten, schöne schon zweimal nicht. Das Morgenland macht keine Ausnahme. Das Morgenland scheint auch überschattet von Folgen des Koran, die in dieser Art wohl nicht gewollt waren. Ein „islamischer Erbfolgekrieg“ nach dem gewaltsamen Tod des Kalifen Ali mit den Hauptgruppen der Schiiten und Sunniten, aber auch die „Literaturen des Orients“ verwirren den Freund von Märchen. Alles wirkt großräumig, während doch die Märchen aus 1001 Nacht Einzelschicksale beleuchten und diese einzelnen einem Gesamtgeschehen nur vage unterordnen wollen.
Unbestritten scheint, dass die „Literaturen des Orients“ viele Nationen übergreifen, aber den Einflussbereich der großen Weltreligion des Koran beinhalten. Es geht um die Hauptsprachen Arabisch, Persisch und Türkisch, im „Großen Westen“ sogar um etwas Französisch. Sprachen formen den Menschen, doch Märchen empfindet jeder irgendwie anders. Im 20. Jahrhundert, bevor der Schaitan in seinen schlimmsten Formen auftrat, konnte durchaus „Märchenhaftes“ erlebt werden. Um Derartiges geht es in diesem Bändchen.
Wie es so heißt: salam aleikum – we saleikum assalam.
Die Erzählungen von Klaus Rose sind kostenfrei hier zum Download erhältlich!
Passauer Jahrbuch LXI/2019
Beiträge zur Geschichte, Geographie und Kultur Ostbaierns
Institut für Kulturraumforschung Ostbaierns und der Nachbarregionen der Universität Passau (Hrsg.)
Im Passauer Jahrbuch LXI/2019 ist der Artikel "Bayern und seine Verfassung(en)" von Klaus Rose erschienen. Die geschichtswissenschaftliche Arbeit ist hier im pdf-Format zum Download erhältlich.
Rapoto, der erste Graf von Ortenburg, war im 12. Jahrhundert Mit- und Gegenspieler von Kaiser Barbarossa und Herzog Heinrich dem Löwen. Als herausragender bayerischer Territorialpolitiker griff er nach der Herzogswürde.
Klaus Rose macht aus Rapoto eine bewegende Romanfigur mit allen Zutaten des 12. Jahrhunderts – Päpsten und Gegenpäpsten, Kloster-Reform und Neugründungen, Kreuzzüge mit Sammelpunkt Passau, Brautwerbungszug, Schwertleite in Kärnten, Fürstenhochzeit in der Champagne, Minnesänger in Troyes und Ortenburg – denn Rapoto entstammte dem Uraltgeschlecht der Spanheimer, welche eine Reihe von Bischöfen stellten, die Markgrafenwürde von Istrien und Verona innehatten, Herzöge in Kärnten waren und über Rapotos Schwester Mathilde von Troyes zur französischen und englischen Königsgeschichte beitrug: ihr Gemahl war Enkel von Wilhelm dem Eroberer, ihre Tochter Königin von Frankreich, ihr Enkel Philipp II. August König von Frankreich, verwandt mit Richard Löwenherz und König Johann ohne Land.
In der Reihe „Bayerische Lebensbilder“ der Hanns-Seidel-Stiftung werden Personen der bayerischen Zeit- und Landesgeschichte, Politiker der Landes- und Bundespolitik, Vertreter der Parteien, hohe Beamte, kommunale Spitzenvertreter, einflussreiche Repräsentanten der Kirchen, der Wirtschaft und des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens vorgestellt.
Im Band 3 erinnert sich u. a. Klaus Rose als Mitglied des Haushaltsausschusses an den Strauß’schen Milliardenkredit. Der Aufsatz ist hier als pdf-Dokument zum Download erhältlich.
Die Bayerische Volkspartei in der Donaustadt Vilshofen 1918 - 1933
Vilshofener Jahrbücher, Sonderband 11
Die 2004 neu eröffnete, in lockerer Folge erscheinende Reihe stellt in knappen biographischen Essays wissenschaftlich fundiert und mit Blick auf ein breiteres Publikum Personen und Persönlichkeiten vor, die in Ostbaiern wirkten oder aus der Region stammten und in die Ferne zogen und dort ihr Leben verwirklichten. Der vierte Band informiert über Wolf Huber, Wolfgang von Salm, Georg Muffat, Franz Seraph Ritter von Pichler, Franz Stockbauer, Heinrich Wagner, Max Peinkofer, Stephan Billinger, Ludwig Schmidseder und Emil Brichta.
Der Beitrag "Emil Brichta – Oberbürgermeister von Passau" ab Seite 197 wurde von Dr. Klaus Rose verfasst (Download im pdf-Format: siehe unten).
In Anlehnung an "Krieg und Frieden" von Leo Tolstoi gibt dieser Roman einen spannenden Einblick in das Leben von Abgeordneten, Journalisten und Wirtschaftsführern am Ende des 20. Jahrhunderts. Die Abschnitte "Afrikanische Nächte", "Chinesische Drachen" und "Deutschstunde in der Karibik" führen in eine Welt voller Widersprüche, aber auch Hoffnungen.
Dazu Spannung bei "Prag im Jahr 1989":
"Von der Kleidung her, vom roten Barett her kann es keinen Zweifel geben. Kardinal Frantisek Tomasek, der von der staatlichen Obrigkeit oft verfolgte Kirchenfürst, zelebriert eine Messe. "Das ist ja unglaublich, da scheinen Wunder zu geschehen. Hat mich vorher schon die Einladung in die Redaktionsstube verwirrt, so ergreift mich jetzt geradezu das brennende Ewige Licht als Zeichen der katholischen Lehre. Bin ich etwa zum richtigen Zeitpunkt nach Prag gekommen?" Die Neugier des Journalisten hat Gottlieb Maygue jetzt voll erfasst. Er schaut sich um, ob denn die typischen Mäntel der Geheimen Staatspolizisten die Mehrheit bilden."
Klaus Rose, seit 1955 in Vilshofen an der Donau wohnhaft und mit der Vilshofener Stadtpolitik über Jahrzehnte vertraut, widmet seinen 2. Band der „Beiträge zur CSU-Geschichte“ der politischen
Entwicklung in seiner Heimatstadt.
Damit setzt er jene Art der Parteiengeschichte fort, die durch seine Ausbildung als bayerischer Landeshistoriker (Promotion 1968 bei Prof. Dr. Karl Bosl in München) grundgelegt ist. Nicht Kaiser
und Könige allein, nicht Parteizentralen und Staatskanzleien haben „Geschichte gemacht“, sondern auch viele andere Entscheidungsträger. Sie alle gemeinsam betrachtet, wie im „Historischen Atlas
von Bayern“ mit dem Heer der Grafen, Ministerialen oder Hofmarksrichter, ergibt sich ein breites, auf Volk und Gesellschaft, auf Wirtschaft und Kultur bezogenes Bild von Bayern. Der – zugegeben –
kleine Ausschnitt von Vilshofen müsste nur ergänzt werden durch ähnliche kleine oder größere flächendeckende Forschungsarbeiten.
In das umfangreiche Personenregister bezieht der Autor nicht bloß Entscheidungsträger der CSU ein, sondern weitere Persönlichkeiten der Stadtgeschichte. Als „kommunales Nachschlagewerk“ ergibt
sich somit ein schneller Einblick in Familien- und Machtstrukturen der Donaustadt in den letzten 60 Jahren.
Schon das Vorwort reizt. Denn es nennt die Einwanderung beim Namen. Es gab sie nämlich in Deutschland immer schon.
In drei Jahrhunderten und im Raum des süddeutschen Barock spielt sich die Geschichte einer deutschen Familie ab, die selbst zur deutschen Geschichte beitrug: beim Aufbau der preußischen Ostbahn,
bei der Wahrung christlich-abendländischer Werte oder bei der Vertiefung der Demokratie im Nachkriegsdeutschland.
Als Brückenbauer im echten und im übertragenen Sinn, als Divisionspfarrer im Zweiten Weltkrieg oder als Vorsteher eines Benediktinerklosters nach der Vertreibung aus Schlesien, als Politiker und
als deutsche Patrioten wirkten zehn Generationen "im Namen der Rose" mit.
Bisher unveröffentlichte Geschehnisse aus der deutschen Parlamentsgeschichte versprechen Spannung und Erstaunen. Selbst der berühmte "Zehn-Punkte-Plan" von Bundeskanzler Helmut Kohl im November
1989 erscheint in einem anderen Licht.
"Brückenbauer, Priester und Politiker" ist die andere Sicht der deutschen Geschichte, die "Sicht von unten"
Eine völlig neue Art der Parteiengeschichte, aber angeregt durch die frühere Befassung mit dem "Historischen Atlas von Bayern", zeigt sich in dem vorgelegten "Beitrag zur CSU-Geschichte". Die aufreibende Tätigkeit eines Wahlkreisabgeordneten, noch dazu in einem großen Flächenwahlkreis und fern von der Hauptstadt, wird am Beispiel des Bundeswahlkreises Passau dokumentiert. Damit ist der erste Schritt zu einer umfassenderen Parteien- und damit Demokratie- oder Machtgeschichte getan. Denn nicht nur das Zentralorgan einer Partei, sondern die vielfältigen Gliederungen in den Regionen und "an der Basis" verkörpern die Entwicklung moderner Gemeinschaften. In 25 Jahren als direkt gewählter Abgeordneter ergaben sich viele Erfolge und Verflechtungen zu Gunsten der Menschen. Zwischen 1980 und 2005 stellten sich in sieben Wahlen auch glänzende Wahlergebnisse ein: stets weit über 50 Prozent, vier Mal sogar über 60 Prozent (1983 genau 69,0% und beim letzten Mal, 2002, mit 64,8% fast wieder die Zweidrittelmehrheit - und das alles bei starker Wahlbeteiligung). Die in den damaligen Jahrzehnten wichtigsten Regionalthemen wie Arbeitsmarkt, Atomkraft, Donauausbau, Landwirtschaft, Mittelstand, Präsenz der Bundeswehr oder deutsch-tschechische Nachbarschaft vor und nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" prägen das Buch ebenso wie die Tätigkeit für die 39 Städte, Märkte und Gemeinden des Wahlkreises. Der "Wahlkreis Passau", einst von Bundesfinanzminister Fritz Schäffer zur Blüte gebracht, hatte den Strukturwandel gegen Ende des 20. Jahrunderts gut geschafft.
Mit dem 181-Seiten-Werk „TAIWAN. Die Inselrepublik im Fokus deutscher Politik“ will Klaus Rose aufrütteln. Zwar schreibt er im Vorwort, er wolle keine politischen
Tabus brechen. Umso deutlicher unterstützt er aber alle Bestrebungen von Einzelpersonen, Gruppen und Völkern, deren elementare Menschenrechte gefährdet sind oder gar mit Füßen getreten werden.
Die deutsche und die europäische Politik fordert er auf, Sachwalter für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit zu sein. Nach dem Glück der Freiheitserlangung in Mittel- und Osteuropa dürfe man
diese Zukunftshoffnung auch den Menschen in Asien nicht nehmen, ist Roses Credo.
Am Beispiel der historischen und demokratischen Entwicklung in der Inselrepublik Taiwan zeigt Klaus Rose, promovierter Historiker und früherer Vorsitzender des Parlamentarischen Freundeskreises
Berlin-Taipei im Deutschen Bundestag, die wechselvolle und nicht immer geradlinige, letztlich aber erfolgreiche Entwicklung Taiwans zu einem geachteten Mitglied der Völkerfamilie. Während er
die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Taiwan als „vorbildlich, aber ausbaufähig“ betrachtet, glaubt er die politische Ausgrenzung von taiwanischen
Persönlichkeiten aus der internationalen Diplomatie und Konsultationstätigkeit anprangern zu müssen. „Demokraten müssen Demokraten unterstützen und nicht Diktatoren oder Menschenrechtsverletzer“,
mahnt Rose. In einem 12-Punkte-Katalog legt er seine Vorstellungen einer friedvollen Entwicklung in Asien dem deutschen, aber auch europäischen (Polit-)Publikum ans Herz.
Angereichert ist das neue Buch mit Berichten über Reisen deutscher Politiker nach Taiwan (1980-2005), über Städte- oder Universitätspartnerschaften und über „Die Wahrnehmung Taiwans in der
deutschen Öffentlichkeit“. Ein demokratisches Highlight ist zweifellos der nahezu literarische Beitrag des Repräsentanten von Taiwan in Deutschland, des Germanistik-Professors Prof. Jhy-whey
Shieh. Gerade dadurch wird das neueste Werk von Klaus Rose zu einem unverzichtbaren Informationsbuch für die politische Elite Deutschlands und alle Freunde der Demokratie. Auch für alle Chinesen,
egal wo sie leben, bietet das neue Buch eine Bereicherung in ihrer Diskussionsfreudigkeit.
Auf 88 Seiten und mit Grußworten des Bischofs und des Landrats von Passau wird ein typisches Schicksal von Deutschen im 20. Jahrhundert beschrieben. Der Geburtsort ist Thorn/Weichsel, das zum Königreich Preußen gehörte. Der Wohnort war Görlitz/Neiße, das zur Oberlausitz und zu Niederschlesien gehörte. Der Studien- und Arbeitsort war Breslau, wo Kardinal Adolph Bertram die Priesterweihe spendete. Dann kam die Tätigkeit als Divisionspfarrer in den Weiten der Sowjetunion und der Rückmarsch über Ungarn und Österreich ins Lager Osterhofen/Niederbayern. Im evangelischen Grafenmarkt Ortenburg fand sich eine Anstellung als Passauer Diözesangeistlicher und im Kreistag von Vilshofen/Donau ein Engagement für christliche Werte und für den Aufbau der Gesellschaft sowie die Integration der Flüchtlinge und Neubürger.
Im Jahr 1988 entstand die Idee, die Tätigkeit der "Herzkammer des Parlaments", nämlich den Haushaltsausschuss, in ihren vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten zu präsentieren. Das System der "Berichterstatter", das für die einzelnen Ministerien galt, formte nämlich die Mitglieder des Deutschen Bundestages zu mächtigen Abgeordneten, deren Unterstützung die jeweiligen Minister suchten. Klaus Rose und Kurt Faltlhauser, der eine Mitglied im Haushaltsausschuss, der andere Mitglied im Finanzausschuss für Steuern, firmierten nicht bloß als Herausgeber, sondern traten auch mit eigenen Artikeln in Erscheinung. Es ging um die "Strukturprobleme des Haushalts", um "Budgethoheit und "Budgetkontrolle", um "Haushaltspolitik und Deutschlandpolitik" und um das umfassende Thema "Mit Geld Politik machen". Mitten in die Herausgabe des Werkes zum Bundeshaushalt trat der "Fall der Berliner Mauer". Dessen Folgen betrafen den deutschen Haushalt in noch weit schwierigeren Formen.
Im Rahmen des Historischen Atlas von Bayern legt Klaus Rose die Jahrhunderte alte Geschichte der Herrschaftsbildung in den Grenzen des heutigen Landkreises Deggendorf vor. Schwerpunkte sind die Kapitel über die Siedlungs- und Frühgeschichte sowie die Besiedlung durch die Bayern, der Deggendorfer Raum als Zentrum agilolfingischer Herrschaft ab dem 8. Jahrhundert, die herrschaftlichen Kräfte der Babenberger, Formbacher, Ortenburger, Bogener sowie der Bamberger und der Passauer Kirche (1000-1250), die Zeit der altbayerischen Land- und Pfleggerichte (13. bis 19. Jahrhundert), die soziale Gliederung und Berufsverteilung um 1760, die Niedergerichtsbezirke (Hofmarken), die Patrimonialgerichte ab 1818 und außerdem die neuen Bezirksämter und Landkreise sowie Gemeinden des 19. und 20. Jahrhunderts.
Klaus Rose gibt, wie weitere Forscher in anderen Landkreisen, einen tiefen Einblick in die Sozial- und Wirtschaftsstruktur früherer Jahrhunderte. Der Freistaat Bayern hat zwar seinen Puls in München. Aber die Lebensadern waren und sind draußen, bei den Menschen und in den Regionen. Nicht Herrschaftsgeschichte von oben, sondern Lebensgeschichte weit unten kennzeichnet den Historischen Atlas.